Lehrstuhl für Didaktik der Physik
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StratoSat-Betreuerfortbildung

26.03.2017

Aus ganz Deutschland reisten die Betreuer der StratoSat-Schülerteams an, um an einer Lehrerfortbildung im Rahmen unseres Schülerwettbewerbs teilzunehmen. Diese fand vom 26.3.2017-28.3.2017 am Meteorologischen Observatorium Hohenpeißenberg des Deutschen Wetterdienstes (DWD) und am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen (nahe München) statt. Im Vordergrund standen bei dieser Fortbildung Technik und Rahmenbedingungen von Stratosphärenballonaufstiegen. Zudem wurden aber auch interessante Einblicke in die aktuelle Forschung am DWD und am DLR gegeben.


Führung auf dem Gelände des DWD auf dem Hohenpeißenberg.

Führung auf dem Gelände des DWDs auf dem Hohenpeißenberg.


Am Meteorologischen Observatorium Hohenpeißenberg konnten die Lehrkräfte dem Start einer professionellen Ozonsonde beiwohnen. Anschließend führte der Leiter des Regional Dobson Calibration Center, U. Köhler, die Teilnehmer durch die Räumlichkeiten und Labore des Observatoriums und stellte die Arbeit des DWD seit dem 18. Jahrhundert bis heute vor.


Betreuer der StratoSat-Schülerteams auf dem Dach des DWDs.

Betreuer der StratoSat-Schülerteams.


Als Höhepunkt des Tages startete die Gruppe vom Hohenpeißenberg aus eine eigene Stratosphärenballonmission. Auf diese Weise sollten die Teilnehmer den Ablauf einer solchen Mission von den Startvorbereitungen bis zur Bergung der Sonde miterleben. Doch leider kam es anders: Nach einem erfolgreichen Bilderbuchstart gab die Sonde auch nach mehreren Stunden kein Lebenszeichen mehr von sich und konnte nicht geborgen werden.
Den Abschluss des Tages bildete somit der Besuch im DLR Oberpfaffenhofen, wo neben der Forschung des Robotik- und Mechatronikzentrums insbesondere deren Forschung im Bereich autonomes Fliegen im Vordergrund stand. Von besonderem Interesse war für die Fortbildungsteilnehmer dabei das Projekt HABLEG (High Altitude Balloon Launched Experimental Glider): Bei dieser Mission hatte ein Team um S. Wlach ein unbemanntes, von einem Autopiloten gesteuertes Segelflugzeug mit Hilfe eines großen Ballons in die untere Stratosphäre transportiert. Von dort aus flog der Gleiter vollkommen autonom zu seinem Startplatz zurück und lieferte neben Erkenntnissen zur automatisierten Steuerung von Fluggeräten auch wichtige Daten über das Fliegen in großen Höhen. Zum Vergleich: Mit einer Starthöhe von 20 km flog HABLEG in etwa doppelt so hoch, wie ein normales Passagierflugzeug. Abgerundet wurde der Tag durch einen Besuch im German Space Operation Center, wo faszinierende Einblicke in die Forschung auf der internationalen Raumstation auf die Teilnehmer warteten.


Der dritte Tag begann mit einem Anruf der Polizeiinspektion in Marktoberdorf – jedoch mit sehr guten Nachrichten: Die am Vortag mit dem Ballon gestartete, seit Stunden vermisste Sonde war glücklicherweise von spielenden Kindern auf einem Feld nahe Marktoberdorf gefunden und an die Polizei übergeben worden. Dank den ehrlichen Findern konnten so die Daten der Mission ausgewertet werden – die entstandenen Aufnahmen liefern spektakuläre Ansichten der Erde.


Blick auf die Erde vom Stratosphärenballon aus.

Blick vom Stratosphärenballon auf die Erde.


Die StratoSat-Lehrerfortbildung wurde mit einem Besuch bei den Forschungsflugzeugen des DLR Oberpfaffenhofen und Workshops zu rechtlichen und technischen Aspekten von Stratosphärenballonmissionen beendet.


Besuch bei den Forschungsflugzeugen.

Führung bei den Forschungsflugzeugen des DLRs.


Wir danken allen Teilnehmern der Fortbildung für zwei überaus produktive Tage und freuen uns bereits jetzt auf ein Wiedersehen im Herbst!